Vor der spanischen Eroberung im 15. Jahrhundert hieß Barlovento Tagaragre. Bis 1678 war Barlovento von San Andrés abhängig und wurde danach eigenständig. Direkt im Einfluß des feuchten Nordostpassats ist die gebirgige und bewaldete Gemeinde relativ reich an Wasserreserven. Bananen-, Kartoffel-, Avocado- und Zitrusplantagen bilden die Grundlage der lokalen Wirtschaft.
Der im Nordosten von La Palma liegende Ort wurde vom Tourismus bisher weitgehend verschont. Dabei ist Barlovento ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen ins Umland mit beeindruckenden Schluchten und mit Lorbeerbäumen und Pinien bewachsenen Hängen. Hier liegt ein ausgedehntes Wandergebiet, dessen Wege sich oberhalb der Lagune treffen. Diese liegt ungefähr 700 Meter hoch in einem Vulkankrater. Früher sammelte sich hier das Wasser und bildete einen natürlichen See, der im Sommer versiegte. Um den Wasserspeicher dauerhaft nutzen zu können, wurde das Becken zu einem Stausee ausgebaut und dient jetzt als Naherholungsgebiet der Gemeinde mit einem kleinen Freizeitpark mit Zeltplatz und Grillmöglichkeiten, der sich bei Einheimischen und Gästen großer Beliebtheit erfreut.
Barlovento bedeutet übersetzt starker Wind. Die Namengebung hängt vermutlich damit zusammen, daß diese Gegend oftmals den regenreichen Passatwinden ausgesetzt ist. Fruchtbar und niederschlagsreich ist es in dieser Gemeinde im Winter häufig recht kühl. In den warmen Monaten erfreuen sich Wanderer an dem ausgedehnten Wegenetz und der hübschen Ortschaft Barlovento.